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Historisches Trøndelag

Begib dich auf Zeitreise bis zu 1000 Jahre in die Vergangenheit, wandle auf den Spuren von Wikingern und tauche ein ins kulturelle Vermächtnis Norwegens.

Von Trondheim aus sind alle historischen Erlebnisse in der Region Trøndelag gut zu erreichen.

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Nidarosdomen. foto: mykola ksenofontov

Mit einer halben Million Besucher jährlich, zählt der beeindruckende Nidarosdom zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Trøndelag und gilt als Nationalheiligtum Norwegens.

Die nördlichste gotische Kathedrale der Welt wurde über dem Grab von St. Olav errichtet – dem Wikingerkönig, der einst das Christentum nach Norwegen brachte und 1030 bei der Schlacht von Stiklestad fiel.

Der Bau des Nidarosdom begann 1070 und wurde um 1300 fertig gestellt. 

Seit Jahrhunderten ist die Kathedrale ein wichtiger Wallfahrtsort in Nordeuropa und daran hat sich bis heute nichts geändert. Vielleicht triffst du dort auf einige der Pilger, die den berühmten St. Olavsweg gegangen sind, den wichtigsten Pilgerpfad Norwegens. Die Strecke hat sich zu einem der beliebtesten Fernwanderwege in Nordeuropa entwickelt.

Aber egal ob als Pilger oder Tourist unterwegs, die rund 5000 Skulpturen, die den Dom schmücken, versetzen wirklich alle in Staunen! Es lohnt sich, die vielen aufwändigen Details ausgiebig zu studieren: Denn die Steinmetze, die den Dom regelmäßig restaurieren, haben das ein oder andere ungewöhnliche Beiwerk eingearbeitet. Ob das Gesicht von Bob Dylan oder eine Hommage an König Haakon VII., der während des 2. Weltkriegs König von Norwegen war – lass dich überraschen!

Du kannst an einer geführten Tour im Nidarosdom teilnehmen. In den Sommermonaten ist es möglich, die 172 Stufen zum Hauptturm zu erklimmen und dort einen fantastischen 360 Grad-Ausblick auf das schöne Trondheim zu genießen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich durch den Keller und die Krypta führen zu lassen. Hier befindet sich Norwegens größte Sammlung mittelalterlicher Grabsteine sowie ein Skelett aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. 

Foto: Marius Rua

Am historischen Schauplatz Stiklestad kannst du 1000 Jahre zurück in die Zeit reisen und auf den Spuren von Wikingern wandeln. Im Nationalen Kulturzentrum Stiklestad in Verdal erfährst du mehr über das Leben der Wikinger und die Schlacht von Stiklestad im Jahr 1030, als der Wikingerkönig Olav, der Heilige fiel.

Der jährliche Höhepunkt ist das Kulturfestival „Olsokdagene“ mit dem Schauspiel um den Heiligen Olav im Juli sowie der Wikingersommer mit einem täglichen Aktivitätsprogramm für Kinder. Hier kann man auf dem Mittelalterhof Stiklastadir die Handwerkstraditionen aus der Wikingerzeit erleben und lernen, mit Pfeil und Bogen zu schießen.

Im Sverresborg Folkemuseum befinden sich die Ruinen der ältesten mittelalterlichen Burg Norwegens, die von König Sverre erbaut wurde. Von dort hat man einen herrlichen Blick zum Fjord. In dem Freilandmuseum wurden die Stabkirche von Haltdalen aus dem 12. Jahrhundert und zahlreiche historische Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Sehenswert ist außerdem die Hauptausstellung „Lebensbilder“ mit Bildern und Gegenständen aus dem Alltagsleben der Einwohner Trøndelags ab 1850.  

Im kulturhistorischen Museum in Sverresborg kann man bei einer Reihe an Veranstaltungen die Traditionen aus einer vergangenen Zeit erleben. So wird Ende Juni traditionell der längste Tag im Jahr mit einem Fest mit Musik und Mittsommerfeuer gefeiert. In den norwegischen Sommerferien gibt es historische Führungen, und Kinder können auf dem Bauernhof Tiere füttern, ins Heu springen, oder sich beim Axtwurf und Schwertkampf versuchen.

Foto: runa eggen

Foto: jan ove iversen

Die Insel Munkholmen (auf Deutsch „Mönchsinsel“) war in der Wikingerzeit Trondheims Hinrichtungsstätte. Benediktinermönche errichteten im frühen 11. Jahrhundert auf der Insel ein Kloster, wahrscheinlich eines der frühesten Klöster Skandinaviens. Im Jahr 1658 wurde es in ein Gefängnis und eine Festung und später in ein Zollhaus umgewandelt. Der berühmteste Häftling war der dänische Graf Peder Griffenfeld, der dort 18 Jahre als Gefangener verbrachte.

Heute ist Munkholmen ein beliebtes Erholungsgebiet mit einem schönen Strand und einem Café, das in den Sommermonaten von Mai bis September geöffnet ist. Von Trondheim aus kann man mit dem Boot zur Insel fahren.

 

Begib dich auf eine Zeitreise in die ehemalige Bergbaustadt Røros, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die urigen Holzhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, das Bergbaumuseum und die einstige Kupfermine Olavsgrube erzählen die Geschichte von 333 Jahren Bergbau. Eine weitere Hauptattraktion ist die Røros Kirche, die sich in der Altstadt von Røros befindet.

Røros hat starke samische Traditionen und das südsamische Volk hütet den Berggebieten nahe der schwedischen Grenze Rentiere. Bei Rørosrein kannst du Rentieren ganz nahekommen und mehr über die samische Kultur erfahren.

Røros liegt zwei Autostunden bzw. zweieinhalb Stunden mit dem Zug von Trondheim entfernt.

foto: marius rua

Du musst nicht weiter als bis nach Trøndelag reisen, um die samische Kultur kennenzulernen. An der E 6 zwischen Stiklestad und Namsskogan befindet sich Saemien Sijte, ein südsamisches Museum und Kulturzentrum in der Wildnisgemeinde Snåsa.

Bei einer Führung durchs Museum erfährst du mehr über die südsamische Kultur und Geschichte. In der „Gamma“, einer alten traditionellen Lehmhütte, und beim Umgang mit dem Lasso lernst du das Lebensgefühl der Sami kennen.

Um die Erfahrung mit der samischen Kultur abzurunden, gibt es außerdem ein eigenes Museumsrestaurant, bei dem samisches Essen auf der Speisekarte steht. Im Museumsshop kannst du traditionelles samisches Kunsthandwerk, samische Literatur und Souvenirs kaufen

Das Falstadzentrum in Ekne bei Levanger ist sowohl Museum als auch Kriegsdenkmal und Menschenrechtszentrum. Durch verschiedene Ausstellungen und einer riesigen Fotosammlung erfährst du mehr über die Geschichte des Strafgefangenenlagers Falstad während des Zweiten Weltkriegs.

Das Schicksal der Gefangenen wird unter anderem durch Interviews und Videos vermittelt. In einer öffentlichen Kartei findet man dreitausend Karten mit Namen von früheren Häftlingen, auf denen man die Gründe ihrer Verhaftung und ihrem Schicksal nachlesen kann. Da nicht alle Gebäude des historischen Gefangenenlagers erhalten geblieben sind, ermöglicht das Falstadzentrum mit einer digitalen Rekonstruktion einen spannenden Einblick. Mit Hilfe von Tablets kannst du virtuell durch das ehemalige Lager wandern.

Foto: CH

Foto: marius rua

Wer die Ruhe und Abgeschiedenheit liebt und gleichzeitig Kultur und Geschichte erleben möchte, ist in Austrått am Trondheimsfjord genau richtig. Mit dem Schnellboot geht es binnen einer Stunde von Trondheim auf die Halbinsel Ørland, wo Austrått liegt.

Vielleicht kennst du bereits „Frau Inger“ aus Henrik Ibsens Drama „Frau Inger auf Oestrot“? Bei einem Besuch der Austrått-Burg erfährst du mehr über Frau Inger, die eine zentrale Rolle in der norwegischen Reformation spielte.

Die Insel ist ein idealer Platz für Vogelbeobachter. Mieten Sie sich ein Fahrrad und erkunden Sie kulturhistorische Plätze, radeln Sie zur Austrått Kirche und entdecken unberührte Natur der Insel auf eigene Faust oder zusammen mit einem Guide.

Tauche in die faszinierende Geschichte des Thams-Pavillons ein, einer Stabkirche aus dem 19. Jahrhundert. Der Thams-Pavillon, auch als „The Norway Building“ bekannt, repräsentierte Norwegen auf der Weltausstellung in Chicago im Jahr 1893. Diese einzigartige Stabkirche wurde nach der innovativen „Fertighaus-Methode“ von M. Thams & Co. in Orkanger errichtet und anschließend per Schiff nach Amerika transportiert. Über ein Jahrhundert lang blieb der Pavillon in Chicago, bis er schließlich 2017 nach Orkanger zurückgebracht wurde. Erlebe die Geschichte dieses architektonischen Juwels, das Trøndelags Handwerkskunst und Norwegens kulturelles Erbe repräsentiert.

Foto: kajsa selnes

Foto: skajsa selnes

Steige Hunderte von Metern hinab in das Alte Bergwerk in Løkken Verk und erfahre bei einer Führung, wie die Bergleute dem Berg ausgeliefert waren und wie schwierig die Arbeitsbedingungen waren. Im Alten Bergwerk wurde vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hauptsächlich Kupfer abgebaut.

Heute wird es vom Orkla Industriemuseum betrieben. Der größte Raum mit 15 Metern Deckenhöhe dient mittlerweile aufgrund seiner hervorragenden Akustik als Konzert- und Theatersaal.

 

Deine Zeitreise in Mittelnorwegen ist nur einen Direktflug von München nach Trondheim entfernt